Google Ads ändert seine Gebotslogik: Was das Update im August 2026 für Kampagnen bedeutet
Google Ads ändert die Optimierung budgetbegrenzter Kampagnen mit zielbasierten Gebotsstrategien. Erfahren Sie, was das für Ziel-CPA, Ziel-ROAS, Budget und Leistung bedeutet.
Google Ads Update August 2026: Was sich für Kampagnen jetzt ändert
Google hat die Gebotslogik für bestimmte Kampagnen angepasst. Betroffen sind insbesondere Kampagnen mit dem Status „Limited by budget“, die zielbasierte Gebotsstrategien wie Target CPA oder Target ROAS verwenden. Seit dem 17. August 2026 sollen diese Kampagnen konsistenter auf das festgelegte Gebotsziel optimieren – auch wenn das Budget verändert wird. Für Kampagnen, die bisher deutlich besser als ihr Ziel performt haben, kann das spürbare Auswirkungen auf Traffic, Ausgaben und Effizienz haben. Google Ads Hilfe
Was hat Google Ads geändert?
Das Update betrifft Target CPA, Target ROAS und Target CPC bei Demand-Gen-Kampagnen. Google möchte damit die Leistung budgetbegrenzter Kampagnen vorhersehbarer machen.
Wichtig: Google ändert nicht automatisch Ihr Tagesbudget oder Ihr Gebotsziel. Geändert wurde vielmehr die Optimierungslogik. Eine Kampagne, die bisher deutlich besser als ihr festgelegtes Ziel abgeschnitten hat, kann sich künftig stärker an diesem Ziel orientieren.
Ein Beispiel: Eine Kampagne hat einen Ziel-CPA von 10 US-Dollar, erzielt aber tatsächlich häufig 5 US-Dollar pro Conversion. Nach dem Update kann die Leistung näher an den eingestellten Zielwert von 10 US-Dollar heranrücken. Wer die bisherige Effizienz erhalten möchte, sollte prüfen, ob das Gebotsziel noch zum Geschäftsziel passt.
Welche Kampagnen sind besonders relevant?
Besonders aufmerksam sollten Werbetreibende sein, wenn eine Kampagne:
- als Limited by budget gekennzeichnet ist,
- eine zielbasierte automatische Gebotsstrategie nutzt,
- und über längere Zeit deutlich besser als das eingestellte Ziel performt hat.
Laut Google kann das Update Search-, Shopping-, Performance-Max-, Demand-Gen- und Travel-Kampagnen betreffen. Bei Kampagnen mit mehreren Kanälen kann sich zudem die Verteilung des Traffics verändern.
Das bedeutet nicht, dass jede Kampagne automatisch teurer wird. Wenn das aktuelle Ziel die tatsächlichen Geschäftsziele korrekt abbildet, ist laut Google keine Anpassung erforderlich.
Was sollten Werbetreibende jetzt prüfen?
Beginnen Sie mit den Kampagnen, die Limited by budget anzeigen. Vergleichen Sie anschließend den tatsächlichen CPA oder ROAS mit dem im Konto hinterlegten Ziel.
Liegt der Ziel-CPA beispielsweise bei 50 Euro, während qualifizierte Conversions über längere Zeit rund 35 Euro kosten, sollte die Frage nicht einfach „Wie kann ich den CPA weiter senken?“ lauten. Entscheidend ist: Welcher CPA ist für das Unternehmen wirtschaftlich sinnvoll?
Google stellt für geeignete Kampagnen ein Bid Target Adjustment Tool bereit. Damit können historische Leistungsdaten geprüft und Zielwerte angepasst werden. Der Rollout des Tools begann am 6. Juli 2026.
Sinnvolle Vorgehensweise
- Nach Kampagnen mit „Limited by budget“ filtern.
- Target-CPA-, Target-ROAS- und relevante Demand-Gen-Kampagnen prüfen.
- Zielwert und tatsächliche Leistung vergleichen.
- Profitabilität, Lead-Qualität und Conversion-Wert berücksichtigen.
- Bei Bedarf das Anpassungstool verwenden.
- Danach CPA, ROAS, Conversion-Volumen und Ausgaben beobachten.
Sollte das Gebotsziel sofort geändert werden?
Nein.
Ein niedrigerer Ziel-CPA kann die Effizienz stärker priorisieren, kann aber gleichzeitig verfügbare Auktionen und Conversion-Volumen begrenzen. Ein höherer Ziel-ROAS kann ebenfalls mehr Effizienz verlangen und dadurch Reichweite kosten.
Das richtige Ziel ist deshalb keine reine historische Kennzahl. Es sollte die Wirtschaftlichkeit und das eigentliche Marketingziel des Unternehmens widerspiegeln.
Auch die Qualität des Conversion-Trackings ist entscheidend. Smart Bidding nutzt Conversion- und Wertsignale zur Optimierung auf Auktionsebene. Falsch erfasste oder wenig relevante Conversion-Aktionen können daher zu schlechten Gebotsentscheidungen führen.
Häufige Fehler
Vermeiden Sie vor allem hektische Änderungen an mehreren Einstellungen gleichzeitig.
Typische Fehler sind:
- Budget und Gebotsziel gleichzeitig ohne klare Strategie verändern.
- Eine einzelne Tagesleistung überbewerten.
- Einen unrealistisch niedrigen Ziel-CPA festlegen.
- Den Ziel-ROAS erhöhen, ohne mögliche Volumenverluste zu berücksichtigen.
- Nur CPA oder ROAS betrachten und die Conversion-Qualität ignorieren.
Besser ist es, Zielwert, historische Leistung und Geschäftsziel vor einer Änderung zu dokumentieren.
Häufig gestellte Fragen
Ändert Google meinen Ziel-CPA automatisch?
Nein. Google gibt an, dass weder Tagesbudget noch Gebotsziel automatisch angepasst werden.
Sind alle Google Ads Kampagnen betroffen?
Nein. Relevant sind insbesondere budgetbegrenzte Kampagnen mit den betroffenen zielbasierten Gebotsstrategien.
Was passiert, wenn meine Kampagne bisher besser als das Ziel war?
Die Leistung kann sich stärker in Richtung des eingestellten Ziels bewegen. Wer die bisherige Effizienz halten möchte, sollte prüfen, ob der Zielwert angepasst werden sollte.
Sollte ich jetzt das Budget erhöhen?
Nur wenn zusätzliches Volumen wirtschaftlich sinnvoll ist. Eine Budgeterhöhung ist nicht automatisch die richtige Reaktion.
Wo kann ich den Zielwert prüfen?
Für geeignete Kampagnen stellt Google ein Bid Target Adjustment Tool bereit. Die Verfügbarkeit hängt vom Rollout und der Kampagnenberechtigung ab.
Fazit
Das Google-Ads-Update vom August 2026 verändert vor allem die Art, wie budgetbegrenzte Kampagnen mit zielbasierten Gebotsstrategien optimiert werden. Kampagnen, die bisher deutlich besser als ihr Ziel performt haben, können sich künftig stärker am eingestellten Zielwert orientieren.
Die beste Reaktion ist keine pauschale Budgeterhöhung. Prüfen Sie Ihre budgetbegrenzten Kampagnen, vergleichen Sie Zielwerte mit realen Geschäftszielen und ändern Sie Einstellungen nur auf Basis ausreichender Daten.